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Mediterranes Kräutersalz mit wildem Majoran

Noch blüht der echte Dost, oder auch wilder Majoran (Origanum Vulgare L.), doch hier in Hamburg ist auch diese Kräuterblüte leider bald vorbei und das Kraut damit nicht mehr zum Sammeln geeignet. Spätestens nach der Blüte lassen die Wirkstoffe nach. Viele Pflanzen, wie z.B. die Pfefferminze, erntet man am besten kurz vor der Blüte, da dann der Wirkstoffgehalt am höchsten ist. 

Ich habe mir also vor ein paar Tagen noch ein großes Büschel mitgenommen und einen Teil davon zu Kräutersalz verarbeitet. Den Rest trockne ich. 

Das Heilkraut Dost

Verwendet werden die Blätter und Blüten, sowohl frisch als auch getrocknet. Das getrocknete Kraut ist übrigens unter dem Namen Oregano bekannt, was vom lateinischen Gattungsnamen kommt. 

Wilder Majoran enthält vor allem ätherisches Öl mit diversen Komponenten, je nach Standort unterschiedliche Lamiaceengerbstoffe und Flavonoide. 

Bei uns ist der Dost in erster Linie als das Gewürzkraut Oregano bekannt und mir war neu, dass Oregano gar nicht Oregano ist, sondern echter Dost alias wilder Majoran. In der Volksmedizin nutzt man ihn vor allem zur Behandlung von Verdauungsstörungen, da er appetitanregende, blähungswidrige, krampflösende und die Gallenproduktion fördernde Eigenschaften besitzen soll. Wegen der krampflösenden Eigenschaften wird das Kraut auch bei Unterleibsschmerzen, Keuch- und Krampfhusten eingesetzt. 

Rezept Kräutersalz mit echtem Dost

Ich verwende den Dost als Würzkraut, doch das tolle an Kräutern ist ja, dass sie auch auf diesem Wege ihre gesundheitsförderlichen und wohltuenden Eigenschaften entfalten. Steter Tropfen höhlt den Stein und auf meinem Teller finden sich von morgens bis abends verschiedenste Kräuter. In meiner Tasse sowieso. 🙂 

Ich habe zunächst ein Glas in der gewünschten Größe zur Hälfte mit naturbelassenem Steinsalz gefüllt. Die andere Hälfte ist für die Kräuter. 

Dann habe ich eine Menge Salz entnommen, auf einem Brettchen ausgestreut und so viele Kräuter dazu gegeben, dass das Glas am Ende voll ist. Den größten Anteil macht der wilde Majoran aus (Blätter und Blüten), dazu ein paar Spitzen Rosmarin und etwas Thymian.

Die Kräuter habe ich im Salz geschnitten, damit der austretende Saft und die ätherischen Öle sich direkt mit dem Salz vermischen. Ätherische Öle sind stark flüchtig und reagieren sofort mit Luft. Deshalb sollte man sie so direkt und schonend wie möglich verarbeiten. Ich habe die Kräuter immer wieder mit dem Salz vermengt und geschnitten. Wenn die Kräuter die für dich angenehme Größe haben, füllst du alles ins Glas und verschließt es gut. Nach ein paar Tagen Ziehzeit wird sich das Aroma verstärkt haben.

Gutes Gelingen!

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