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Knoblauchsrauke-Brennnessel-Pesto

Seit ein paar Wochen sprießt und wächst die Natur, ist satt und saftig und strahlt in den verschiedensten Grüntönen. Die Sammelzeit hat endlich wieder begonnen und ich liebe es! Pesto ist immer eine gute und vor allem leckere Möglichkeit, um Kräuter schonend zu verarbeiten und haltbar zu machen. Dieses Jahr habe ich mal eine neue Variation ausprobiert: Knoblauchsrauke und Brennnessel, wobei die Aufteilung ⅔ Knoblauchsrauke, ⅓ Brennnessel ist. 

Knoblauchsrauke als gesundes Würzkraut

Knoblauchsrauke gilt als Knoblauch des armen Mannes. Zwar werden ihr verdauungsfördernde, entzündungshemmende und schwach antibiotische Eigenschaften zugesprochen, doch hat sie als Heilpflanze kaum Bedeutung. Dafür umso mehr als frisches Würzkraut mit Vitamin-Kick A und C. Zudem ist es immer gesundheitsförderlich, grüne Pflanzen zu essen. Sie enthalten den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der für die Photosythese benötigt wird, und auch super gut für unseren Organismus ist. Chlorophyll wirkt sich positiv auf die Blutbildung und den Sauerstofftransport aus. Es besitzt eine antioxidative Wirkung, die bei der Bekämpfung freier radikaler hilft. Die enthaltenen Nährstoffe und Vitamine wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Und vieles mehr! Je grüner und frischer wir essen, desto besser. 

Knoblauchsrauke

Die Pflanze fällt vor allem durch ihre Größe, die weißen Blütendolden und die Fülle auf, in der sie wächst. Wenn man auf sie stößt, ist sie zumeist in guter Gesellschaft ihresgleichen. Das macht das Ernten einfacher. Zu verwenden ist das frische Kraut, also die ganze Pflanze. Doch den leichten Knoblauchgeschmack haben vor allem die Blätter, die z.B. auch frisch in den Salat oder kalte Zubereitungen wie Kräuterquark und Kräuterbutter geschnitten werden können. Die Blüten machen sich auch gut als hübsche Dekoration. Am besten sammelt man immer die frischen jungen Blätter von Pflanzen. Sie enthalten die meisten Inhaltsstoffe. 

Ich liebe die Brennnessel 

Denn sie steht von Frühling bis Herbst zum Sammeln bereit, ist überall zu finden (Achtung: Kräuter nur dort sammeln, wo sie vor Belastungen und vor allem Hundeurin und -kot geschützt stehen) und vor allem sehr gesund. Ich verwende die Blätter sowohl frisch als auch getrocknet für Tee. Ganz junge Blätter (kaum Nesselwirkung) gebe ich auch in den Salat oder in Kräuterquark. Im Herbst sammle ich die weiblichen Samen. Brennnesseln besitzen unter anderem eine harntreibende Wirkung und sind gut geeigent für Durchspülungstherapien bei entzündlichen Erkrankungen. Die Samen enthalten unter anderem fette Öle und Proteine und sind ein guter Energielieferant. Sie schmecken leicht nussig und machen sich gut im Salat. Mehr zur Brennnessel findest du in diesem Artikel

Easy Pesto

Für das Pesto habe ich also Knoblauchsrauke und Brennnessel im oben genannten Mengenverhältnis genommen. Dazu Olivenöl, Parmesan, Himalaya-Salz, Pinienkerne und alles mit dem Pürierstab pürieren. Mengenangaben mache ich nicht, da die Zutaten je nach Geschmack gemischt werden. Statt dem sehr milden Himalaya-Salz kannst du auch ein gutes Steinsalz nehmen, das ist etwas kräftiger im Geschmack. Ich koche ausschließlich mit hochwertigem Steinsalz. Meersalz vermeide ich wegen Mikroplastik. Warum Salz nicht gleich Salz ist, erfährst du in diesem Artikel. Das Pesto in sterile Gläser füllen, mit Öl bedecken und über den Sommer genießen. Es schmeckt frisch pflanzlich, knoblauchig. 

Guten Appetit!

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