InSpiritualität

Es gibt nicht DIE Realität. Ausflug ins Feld und die Quantenphysik. Eine Perspektive auf die derzeitige Situation

„Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen – warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?“

Josef Stalin

Die Corona-Situation ist in vollem Gange und es herrschen großflächig Angst, Panik und Unsicherheit. Es wird gehamstert, Menschen offenbaren Verhaltensweisen, die man zuvor noch nicht an ihnen wahrgenommen hat. Sie erlegen sich selbst Ausgangssperren auf und halten mit Hashtags wie #zuhause andere dazu an, es ihnen gleich zu tun. Und das, obwohl es ihnen gar nicht auferlegt wird. Was passiert hier?

Das Feld der Angst schafft auch Klarheit  

Es gab einen großen Shift vom Normalzustand in den Angstzustand und die Menschen sind mittendrin. Aber nicht alle von uns, denn es gibt glücklicherweise auch noch diese, die die ganze Situation aus einer anderen Perspektive betrachten. Wenngleich es ihnen sehr schwer gemacht wird, mit ihrer Sicht der Dinge überhaupt zu Wort zu kommen, denn ihnen wird sofort die Außenseiterposition zugewiesen. Meist mit dem gern verwendeten und altbekannten Begriff „Verschwörungstheoretiker“. Dazu kommen Beschimpfungen, unterstellter Realitätsverlust usw. Die Liste könnte ich noch lange weiterführen. 

Es zeigt sich auf erschreckende Art und Weise, wie wenig Toleranz anders Denkenden entgegen gebracht wird. Und das leider auch von Menschen, die sich ansonsten als tolerant und aufgeschlossen geben. Erschreckend, doch auch aufschlussreich und damit hilf- und lehrreich. 

Lasst uns das Positive daran betrachten: Beziehungen werden klarer. Zustände werden klarer. Situationen werden klarer. 

An dieser Stelle möchte ich trotzdem darauf hinweisen, dass es auch seriöse andere Stimmen gibt, die die derzeitige Situation auf sachliche Art, aus einer anderen Perspektive und deeskalierend betrachten. Ihnen wird nur keine Sendezeit gewährt. Thematische Anregungen: 

Prof. Dr. Stefan Hockertz ––– Dr. Med. Sucharid Bhakdi

Dr. Bodo Schiffmann zum Gesundheitssystem

Die Chancen liegen auf einer anderen Ebene. Karma is a bitch

Auch ich gehöre zu den Menschen, die die derzeitige Situation aus einer anderen Perspektive betrachten. Ich sehe sie weder aus der Angst- und Panikperspektive, noch aus der, der schweren Materie. Für alle, die nicht wissen, wovon ich hier spreche: Die schwere Materie ist die Welt in der wir leben. Die leichte Materie ist das Bewusstseinsfeld, das uns umgibt. Es gibt diverse Möglichkeiten, auf dieses Feld zuzugreifen: Meditation, Trance, entheogene (psychotrope) Pflanzen und Sekrete, bestimmte Atemtechniken, etc. Wenn man einmal gut angebunden ist, hat man einen ständigen Kanal zu diesem Feld, der mal mehr, mal weniger ausgeprägt sendet und empfängt. Wenn du jetzt kopfschüttelnd das „x” klicken willst: Danke für die Aufmerksamkeit bis hierhin. Doch du verpasst leider das Beste.

Was uns Menschen, die das Leben und die jetzige Situation aus der Feldperspektive betrachten, gemein ist, ist dieses: Wir sehen das, was jetzt passiert, als große Chance, sehr viele Dinge in unserem und damit auch im Leben anderer zu verändern. Ob wir das in die positive oder negative Richtung tun, liegt ganz bei uns. Was ich aber schon mal verraten kann, ist: Machen wir besser das Beste daraus, das wir können! Karma is a bitch. What goes around comes around. Wir selbst kreieren unsere Realität. 

Realität / Wirklichkeit – Was ist das eigentlich?

Über diesen Begriff zerbrechen sich die großen Geister der Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden den Kopf. Mit Bezug auf das Individuum gibt es für mich darauf keine klare und allgemeingültige Antwort, denn ich bin eine Vertreterin der Sichtweise, dass sich ein jeder selbst die Realität erschafft, in der er lebt. Sie ist geprägt durch Erfahrungen, Gelerntes, Gespeichertes und vor allem durch den Verstand und das Ego. Das bedeutet keinesfalls, dass ich das (Welt)geschehen weichspülen möchte oder verleugne. Es sind verschiedene Dinge, von denen ich hier spreche. Dennoch ist es natürlich so, dass die kollektive Realität, in der wir alle leben, ein Produkt der Realität jedes Einzelnen ist. Hier mal ein paar Anregungen großer Geister zu diesem Thema:

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“

Salvador Dalí

„Fotos zeigen nicht die Wirklichkeit. Sie zeigen, was der Fotograf wie gesehen hat.“

Georg Wilhelm Exner 

„Wir schaffen es nicht die Wirklichkeit direkt zu schauen, aber wir sollten uns dessen bewusst werden, dass wir sie mit den uns eigenen Paradigmen ständig erschaffen.“

Thom Renzie

Das Fatale daran ist nur leider, dass einige Menschen einen großen Einfluss auf die Realitäts- und Wirklichkeitswahrnehmung und -gestaltung aller Menschen ausüben können. Sie heißen Politiker, Medienanstalten, Banken, Konzerne und mehr. Was tun sie also? Sie schicken ihre gewünschte Sicht der Wirklichkeit ins Feld, in die Welt, zu den Menschen. Ich verweise auf das erste (bewusst provokant gewählte) Zitat im Text. Da erreicht uns alle gerade eine schier unausweichlich erscheinende Welle an Informationen auf jeder Ebene, um die wir nicht gebeten hatten und die auch überhaupt nicht gut oder förderlich ist. Diese Welle hat viele Menschen mitgerissen, ihren Alltag einfach so weggeschwemmt, ihnen das Vertrauen in sich selbst und das Leben genommen.

Das Virus ist nun hier. Keine Frage. Und ich möchte hier mal etwas einwerfen, von dem ich weiß, dass es die Leser-Lager (von denen, die weiter oben im Text nicht bereits auf das „x“ geklickt haben) noch mehr spalten wird. Wer von uns weiß zu 100 Prozent genau, wie dieses Virus in unsere Welt gekommen ist? Bevor das übliche Verschwörungstheoretiker-Gegenargument kommt bitte ich darum, das einfach mal sacken zu lassen und sich ganz bewusst und ehrlich die Frage zu stellen: Weiß ich aus eigener Beobachtung und erster Hand (die ich selbst bin), wo das Virus herkommt und wie gefährlich es ist? Ich wette, dass 100 Prozent der Leser diese Frage ehrlicherweise mit „nein“ beantworten müssen. Behalten wir auch die Realitätsfrage und die Gedankenfreiheit im Sinn. 

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Die logische Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis muss also lauten: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und was ich weiß, ist lediglich das, was über Hörensagen, TV, Radio, Internet und Zeitung an mich übermittelt wird. Und woher wissen die das alle eigentlich? Tja, diese Frage kann ich nicht beantworten und weise wieder auf die eigene Bewusstheit hin, die sagt: Sie wissen es nicht. Es werden Geschichten erzählt, die sie wiederum erzählt bekommen und ja, auch erzählen sollen. Hier und da gibt es andere Geschichten, die von der großen Mutter aller Geschichten abweichen, doch sie erhalten aus oben genannten Gründen keine Chance, breiter erzählt zu werden. 

Ein Ausflug in die Quantenphysik: Es gibt keinen Ist-Zustand 

Wir haben alle unseren eigenen Verstand und unser eigenes Bewusstsein. Und selbst wenn man sich jetzt noch im Angst- und Panikfeld befindet besteht jederzeit die Möglichkeit, es zu verlassen. Und zwar in Richtung Hoffnung, Aufbruchstimmung und Licht. Ich habe ebenfalls meine eigene Geschichte zum Corona Virus, doch die spielt keine Rolle. Eine Rolle spielt, was ein jeder aus der jetzigen Situation macht und was das für Auswirkungen auf einen selbst, die persönliche Zukunft und damit auf die Zukunft von uns allen hat. Die Quantenphysik liefert uns eine Menge hilfreicher Einsichten zu Annahmen, die im Schamanismus und in spirituellen Lehren seit jeher verankert sind. Ganz ohne komplizierte wissenschaftliche Experimente und Gerätschaften. Nur über Beobachtung und Zugriff aufs Feld. Ich meine wie faszinierend ist das? 

Hier möchte ich mich den Theorien widmen, dass alles miteinander verbunden und Realität eine Illusion ist. 

Die Quantentheorie besagt, dass Teilchen keinen eindeutigen Zustand besitzen. Sie bewegen sich im Bereich von Wahrscheinlichkeiten. Erst, wenn man genauer hinsieht und Messungen durchführt, nimmt das Teilchen einen konkreten Zustand ein, der im Bereich der Wahrscheinlichkeiten liegt. Noch viel faszinierender ist, dass zwei Teilchen miteinander in Wechselwirkung treten können und dadurch verschränkt sind. Sie sind jetzt also abhängig voneinander und bedingen sich gegenseitig.*

Schauen wir uns doch, weil es so schön ist, die berühmte Heisesche Unschärferealtion genauer an. Ein Teilchenexperiment des berühmten deutschen Physikers Werner Heisenberg. 

Möchte man die gegenwärtige Position und Geschwindigkeit eines Teilchens vorhersagen, muss man diese beiden Faktoren im Hier und Jetzt genau messen können. Ein geeignetes Verfahren hierzu ist, das Teilchen mit Licht zu bestrahlen. Es streut die Lichtwellen, woraus man seine Position erkennen kann. Um exakte Messungen zu erhalten, muss man sehr kurzwelliges Licht verwenden. Nach der Planckschen Quantenhypothese, kann man hierfür keine beliebig kleine Lichtmenge benutzen, sie muss mindestens ein Quantum groß sein. Dieses Quantum wird allerdings auf das Teilchen einwirken und seine Geschwindigkeit unvorhersagbar verändern. Außerdem muss die Wellenlänge des verwendeten Lichts, das man für die Messung verwendet, umso kürzer sein, je exakter man die Position des Teilchens messen möchte. Das verstärkt aber gleichzeitig den Störeffekt, der Einfluss auf die Geschwindigkeit des Teilchens nimmt. Kurz gesagt:

Je genauer man die Position des Teilchens zu messen versucht, umso ungenauer lässt sich seine Geschwindigkeit messen. Das Gleiche gilt umgekehrt.*

Diese Erkenntnis hat eine fundamentale und weitreichende Bedeutung für die Sicht auf unsere Welt und unsere Existenz. Denn sie bedeutet, dass man den gegenwärtigen Zustand nicht genau messen kann. Er ist unscharf und damit irgendwie auch relativ. Dementsprechend kann auch die Zukunft nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. 

Heisenberg selbst war aufgrund seiner Untersuchungen der Ansicht, dass die Dinge erst dann real werden, wenn sie beobachtet werden. Er hielt es nicht mehr für möglich, »zur Vorstellung einer objektiven realen Welt zurückzukehren, deren kleinste Teile in der gleichen Weise objektiv existieren wie Steine oder Bäume, gleichgültig, ob wir sie beobachten oder nicht«.

Das berühmte Doppelspalt-Experiment des Physikers Thomas Young hat die Erkenntnis gebracht, dass das Verhalten von Teilchen sich verändert, wenn man sie beobachtet. Dann zeigen die plötzlich das erwartete Verhalten, wohingegen sie sich zuvor unerwartet verhalten haben, weshalb eine genaue Beobachtung erst durchgeführt wurde. Die Schlussfolgerung des Physikers John Wheeler: Ein elementares Quantenphänomen ist so lange nicht wirklich, als es nicht registriert ist.** 

Fazit: Alles ist relativ und gestaltbar!

Worauf ich hinaus will ist die Tatsache, dass nichts von dem, was im jetzigen Moment geschieht, an Relevanz und Wirklichkeit gewinnt, solange wir ihm nicht Aufmerksamkeit und damit Energie schenken. Hier passt auch wieder das Bild vom Ohngesicht sehr gut, das ich in meinem anderen Artikel zum Thema herangezogen habe. Zum Artikel

Nun haben wir auch gelernt, dass die Zukunft sowieso nicht vorhersehbar ist, oder sich ihre Entwicklung zumindest in einem Bereich von Wahrscheinlichkeiten bewegt, der wiederum von einer Menge an möglichen Zuständen in der Jetzt-Zeit abhängig ist. Macht es also unter Berücksichtigung dieser Annahmen nicht total Sinn, das Beste aus dieser Situation zu machen? Das Gute zu sehen, die Chancen, die sich auftun und auch lange aufgeschobenen Wünschen nach Veränderung endlich den Raum zu geben, den sie verdient haben? 

Ja, das macht total Sinn! Denn wir können selbst die Bandbreite an möglichen Zuständen wählen und damit auch, die mögliche Zukunft. 

Und es macht vor allem Sinn, jetzt in sich zu gehen, hinzusehen, zu entdecken, was da eigentlich so alles in einem schlummert – ob positiv oder negativ – und damit zu arbeiten. Denn viele von uns haben genau dafür jetzt Zeit! Oh, diese ungeliebte neue Zeit. Nein! Die geliebte neue Zeit. Zeit für uns. Zeit für die Arbeit an und mit Ideen. Zeit für Dinge, die uns Spaß machen. Zeit für die Natur. Zeit für Veränderung. Zeit für Weiterentwicklung! Weiterentwicklung privat, beruflich, geistig, emotional, spirituell – die Möglichkeiten sind immer unbegrenzt wenn wir in uns gehen und von unserem Selbst als lebender Bewusstseinspunkt im Feld des intelligenten Kosmos ausgehen. Wer zu diesem Thema mehr wissen möchte, beschäftigt sich am besten mit Eckhart Tolle. 

Also – nutzt die Zeit, verändert die Dinge zum Positiven und Heilenden. Denn das ist das, was das Feld, die Welt und wir Menschen jetzt am dringendsten brauchen. 

Ein ganz wichtiger Teil davon ist es, den Ist-Zustand und die vermeintliche Realität, die hier gerade von mächtigen Stimmen um uns herum geschaffen wird, ganz bewusst und aufmerksam zu beobachten und zu hinterfragen. 

Auf zu neuen Ufern!

Haux Haux. 

Hier noch eine Playlist mit Musik aus dem Feld für Seelenwohl und Freude! 

*Artikel auf Spektrum.de

**Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit 

***Artikel auf Spektrum.de

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