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How to Ghee

Ghee

In Indien ist Ghee das, was in Europa einfach Butterschmalz ist. Oder geklärte Butter oder Butterreinfett. Das heißt, dass Eiweiß und Wasser aus der Butter herausgefiltert werden, so dass am Ende nur das Fett übrig bleibt. Und zwar in schöner, goldgelber Farbe und super lecker karamellisiert duftend. In Deutschland wird dieses Produkt nur schnöde als Schmalz verkauft, der sich gut zum Braten eignet, weil es hoch erhitzbar ist. In der indischen oder ayurvedischen Küche ist es ein essenzieller Bestandteil und es werden ihm gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. 

Ich habe von Ghee zum ersten Mal 2016 in einem Vortrag von Volker Mehl gehört. Er schwor natürlich darauf und hat es so beschrieben, dass es die nützlichen Nahrungsmittelbestandteile und Nährstoffe richtig tief durch den Magen in den Körper führt. In eigenen Worten würde ich das also so formulieren, dass Ghee die Nahrung für unseren Körper besser verwertbar macht. Tatsächlich fungiert Ghee im Ayurveda als Trägersubstanz, die zum einen ihre eigenen wertvollen Inhaltsstoffe in den Körper und direkt in die Zellen transportiert. Außerdem werden ihm schadstoffbindende und ausleitende Eigenschaften zugeschrieben. Da ich mich nicht näher mit Ayurveda befasse weiß ich nicht, wieviel man täglich davon essen sollte, um diese Wirkungen herbeizuführen. Was ich weiß ist, dass es super lecker schmeckt, einfach zu machen ist, und ein fester Bestandteil meiner Küche geworden ist. Wenn das auch fast vier Jahre gedauert hat! Wir haben letztens jedenfalls Ghee selbst gemacht, da es im Laden einfach super teuer ist (zumindest, wenn man es in Bio haben möchte). Unsere Variante mit Bio-Butter hat 9€ für etwa 750 Gramm Ghee gekostet. Das ist halb so viel wie im Laden. 

How to

4 Blöcke ungesalzene Bio-Butter in einen Topf geben und erhitzen. Die Butter soll immer leise köcheln, aber sie darf natürlich nicht anbrennen.

Ghee

Wir haben den Herd auf Stufe 1 gestellt, nachdem das Köcheln begann und auch da sollte man auf jeden Fall beim Topf bleiben, da sie fröhlich weiter blubbert. Während der Kochzeit, die bei uns so 30 – 40 Minuten gedauert hat, wird das Eiweiß laufend abgeschöpft. Es schwimmt oben und ist weiß … ist also leicht zu erkennen. 😁 Wenn die Flüssigkeit dann nur noch goldgelb ist, wird sie durch ein Leinentuch oder mehrere Schichten Küchenkrepp in ein Glasgefäß mit Schraubverschluss gefiltert. So bleibt auch das letzte Eiweiß am Tuch hängen.

Jetzt muss die Flüssigkeit nur noch fest werden und ihr habt Ghee! 

Das abgeschöpfte Eiweiß könnt ihr übrigens auch zum Braten verwenden! Jetzt könnte man natürlich sagen, dass man das doch extra rausgefiltert hat, doch ich schmeiße Lebensmittel nicht einfach so weg und deshalb wird es verwendet. Ghee ist außerdem nicht das einzige Fett, das ich zum Kochen benutze. Ich habe Kokosöl, Rapsöl und Olivenöl und ab und zu nehme ich auch mal Butter. Die Vielfalt machts! Und meine Entgiftungen mache ich über Nahrungsergänzung, gutes, gefiltertes Wasser (hier ist eigentlich auch mal ein Beitrag fällig), Darmsanierung und ausgewogene Ernährung

Frohes Ghee-en! 

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