InSelbstgemachtes

Ein Rezept für zwei Sorten Kräutersalz

Eine gute und einfache Möglichkeit Kräuter für den Winter zu konservieren ist die Herstellung von Kräutersalz. Ob Salat, Pasta, Fleisch oder Gemüse – es passt zu nahezu allen Gerichten und verleiht ihnen das gewisse Etwas. Bei der Mischung ist alles erlaubt was schmeckt. Solange man nicht komplett daneben greift, kann man geschmacklich auch kaum etwas falsch machen.

Das Leben ist Salz
Wir können ohne Salz nicht leben, denn es reguliert die Flüssigkeits- und Nährstoffbalance in unseren Zellen. Unser Körper besteht zu Beginn unseres Lebens zu 95 Prozent aus Wasser. Mit dem Erwachsenwerden sinkt dieser Wert auf 70 Prozent ab, da unsere Zellen das Wasser mit zunehmendem Alter nicht mehr so gut speichern können. Um die 200 Gramm Salz befinden sich im menschlichen Körper, gebunden in den Knochen, im Blut und auch im Gewebswasser. Die Salzkonzentration wird über die Osmose ständig reguliert: Steigt sie außerhalb der Zellen an, wird diesen Wasser entzogen, um ein Druckgleichgewicht in den Zellen herbeizuführen. Im umgekehrten Fall nehmen die Zellen Wasser auf. 

Wie wichtig Salze für den Körper sind merken wir, wenn wir viel Flüssigkeit verlieren, beispielsweise bei Durchfall, Übelkeit und starkem Schwitzen. Um den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen und gleichzeitig Flüssigkeit zuzuführen trinken wir am besten salzige Brühe. Doch wie immer gilt auch beim Salz: Die Dosis macht das Gift. Wir müssen zwar zuführen, aber auch nicht übermäßig viel. Die Meisten denken wahrscheinlich eher über ihren Zucker- statt ihren Salzkonsum nach, obwohl letzterer genauso wichtig ist. Tatsächlich nehmen die Deutschen durchschnittlich zu viel Salz zu sich. Meist über Fertigprodukte wie Tiefkühlpizza, Chips und Co. aber auch über Brot, Wurst und Käse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 6 Gramm pro Tag.* Bei normaler körperlicher Betätigung und normalen klimatischen Bedingungen würde wohl bereits ein Gramm genügen, um unseren Salzhaushalt auszugleichen. Übermäßiger Salzkonsum kann zu Bluthochdruck führen. Salz im Essen darf jedenfalls nicht fehlen, denn es ist Geschmacksträger und verstärkt auch die geschmackliche Intensität anderer Gewürze. Mir ist es auf jeden Fall sehr wichtig ein gutes Salz zu verwenden und es gibt hier wirklich große geschmackliche und natürlich qualitative Unterschiede. Das konventionelle Salz im Supermarkt ist totes, raffiniertes Salz, das zu 100 Prozent aus Natriumchlorid (NaCl) besteht. Alle lebenswichtigen Mineralien und Spurenelemente sind bei der Gewinnung und Verarbeitung (u.a. Bleichen) verloren gegangen. Und genauso schmeckt es auch: einfach nur salzig. Das ist beim unbehandelten Natursalz ganz anders. Es schmeckt unterschiedlich, mal mehr, mal weniger intensiv und mineralisch. Hier hat man die Wahl zwischen Stein- und Meersalzen. Bei letzteren ist zu beachten, dass in ihnen aufgrund der Verunreinigung der Meere auch immer Mikroplastik enthalten ist. Ich greife deshalb lieber zu Steinsalz und nutze zusätzlich ein Meersalz mit jodhaltigen Algen um den Jodbedarf zu decken. Dieses enthält laut Hersteller auch nur minimale Verunreinigungen durch Mikroplastik.  

Herstellung Kräutersalz
Basis für diese Mischungen ist 1kg naturbelassenes, unbehandeltes Steinsalz aus Deutschland. Ohne Jod, ohne Fluorid, ohne Rieselhilfen. Ich habe Rosmarin, zwei Sorten Thymian, etwas Lavendel (Blätter – die kann man auch verwenden) und Salbei verwendet. Ein Glas enthält noch zusätzlich zweierlei Basilikum. Die Mengen gebe ich nach Gefühl hinzu. Die Kräuter kommen natürlich aus dem eigenen Anbau. Über das Salz habe ich den Saft einer halben Zitrone geträufelt und gut durchgemischt. Vor dem Abfüllen sollte das Ganze über Nacht trocknen, das reicht. Fertig ist das Salz und es ist einfach lecker aromatisch!  

Fertiges Kräutersalz

Quellen
*https://www.welt.de/wissenschaft/article1677815/Ohne-Salz-wuerde-der-Mensch-nicht-ueberleben.html

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