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Holunderbeerenlikör mal zwei: Einmal Vanilla-Tonka und einmal Vanille-Rosenblüten

In meinem letzten Beitrag über den Holundersirup habe ich ja bereits angekündigt, dass die Holunderreste weiterverwendet werden können. Da ich Lebensmittel wirklich nur in sehr seltenen Fällen entsorgen muss, weil Gemüse beispielsweise auch mal schimmeln kann, wollte ich den „Beerenkloß“ alias Trester auf keinen Fall einfach wegschmeißen. Man kann den Trester noch mal einkochen und ein Mus oder Marmelade daraus machen. Ich habe mich für einen Liköransatz entschieden. Das ist zwar nicht gängig und war zunächst ein Versuch, doch der Versuch ist aufgegangen: Der Likör schmeckt köstlich!

In diesem Jahr (2020) habe ich die Beeren einfach weniger stark ausgepresst, so dass mehr Saft enthalten bleibt. Die Würzungen habe ich ungefähr beibehalten und erneut einen Likör mit weißem Rum und einen mit Cachaca angesetzt.

Holunderbeerenlikör aus Holundertrester
Ich hatte nach dem Einkochen einen Holunderbeerenklops von etwa 470g übrig. Die Weiterverarbeitung zu Likör ist ganz einfach. Den Trester habe ich in ein verschließbares Glas gefüllt. Dazu kommt etwa die halbe Menge Zucker (hier unterscheiden sich die diversen Rezepte ziemlich). Ich habe etwa 250g zugefügt. Dazu etwas Vanillestange, die noch übrig war und einen Schuss Tonkabohne! Ich habe von einer ganzen ein paar Millimeter abgerieben. Zu viel Tonka kann in Verbindung mit Alkohol leicht psychedelisch wirken, also mal sehen, ob ich die magische Grenze überschritten habe.  Das Gemisch habe ich mit etwa 500ml weißem Rum aufgegossen. Umrühren, an einen hellen Platz stellen und stehen lassen. Ich lasse ihn mindestens vier Wochen ruhen, da ich ja keinen Direktsaft verwendet habe und der Alkohol über die Zeit mehr Aroma ziehen soll. Setzt man den Likör mit Holundersaft auf, muss selbiger zunächst noch einmal mit dem Zucker aufgekocht werden. Das habe ich mit dem Trester nicht gemacht, um die Beeren nicht noch mehr zu verkochen. Ich denke, das wird auch gehen.

Da wir zwei Mal Holunder geerntet haben, habe ich mit der zweiten Menge Trester ebenfalls Likör angesetzt. Diesmal habe ich auch 200 ml Holundersaft beigemengt, als Basis habe ich eine Flasche Cachaca (750 ml) verwendet. Der hat 40% Alkohol, der Rum nur 37,5%. Abgewürzt habe ich mit einer halben Vanillestange und getrockneten Rosenblüten. Auf den Alkohol kommt etwa die halbe Menge brauner Zucker, also 350 – 375 g.

Den Tonka-Likör habe ich heute nach fünf Wochen abgeseiht und abgefüllt. Das Ergebnis: Wie erwartet köstlich!

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